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19.02.2018 - Strafrecht News

Korruptionsverfahren gegen Airbus

München. Das bei der Staatsanwaltschaft München I u.a. wegen Bestechung geführte Ermittlungsverfahren gegen frühere Manager und Berater von Airbus im Zusammen-hang mit dem Verkauf von Eurofighter Kampfflugzeugen an Österreich könnte kurz vor seinem Ende stehen, wie mehrere Medien unabhängig voneinander berichten.

Die Staatsanwälte gehen dem Verdacht nach, der französisch-deutsche Konzern habe über ein weitläufiges Firmennetzwerk hohe Schmiergelder gezahlt, um einen Verkauf von 15 Eurofighter für insgesamt 1,7 Milliarden Euro anzuschieben. Airbus bestreitet die Vorwürfe, kann aber wohl den Verbleib eines dreistelligen Millionenbetrags nicht erklären, die im Zusammenhang mit dem Verkauf an Beraterprovisionen gezahlt wurden.

Trotz umfangreicher Ermittlungen soll der Nachweis einer Bestechung nicht zu führen sein. Im Raum stehe allerdings der Vorwurf der Untreue im Zusammenhang mit den ungeklärten Beraterprovisionen. Die Staatsanwaltschaft München I führt nun offenbar mit den Vertretern von Airbus und den Beschuldigten Gespräche über eine Erledigung des Verfahrens. Eine Lösung sei zum Greifen nahe, berichteten Beteiligte. Airbus hat entsprechende Gespräche bestätigt. Dem Vernehmen nach soll Airbus eine Geldbuße in Millionenhöhe bezahlen. Bei den Beschuldigten sind angeblich Strafbefehle im Gespräch, teilweise verbunden mit Zahlungen in einstelliger Millionenhöhe und Bewährungsstrafen.

 

Michael Simon

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Strafrecht